Elektrotechnik


Matthias Walter
(Abteilungsleiter)


Udo Bernion
(Stellvertreter)


Gerhard Last
(Fachbetreuer)

Rundflug über das Sauerland und Lüdenscheid

Freitag, 22. Juli 2016: statt BTW-Unterricht in der Klasse E2EG1 geht es heute für Jan Kellner und mich auf die Fahrt ins Sauerland. Dort findet die Preisübergabe der Firma Günther Spelsberg an Jan Kellner statt.

Wie bereits berichtet, überzeugte Jan Kellner den Hersteller für Elektroinstallationssysteme aus Schalksmühle mit der gelungenen Verdrahtung einer Feuchtraumabzweigdose.

Um 6:30 Uhr fahren wir zusammen mit dem Spelsberg Regionalleiter Süd, Markus Kehl, im Firmenwagen Richtung Lüdenscheid. Nach zweieinhalbstündiger Fahrt, kurz vor dem Ziel, erhalten wir ein Telefonat von unserem Piloten Torsten Hennemann.

Dieser hat sich aufgrund der Wetterlage entschieden, den Flug entgegen der ursprünglichen Planung auf den Vormittag zu legen. An der Autobahnausfahrt Lüdenscheid warten wir auf Herrn Hennemann. Dieser fährt mit seinem Auto voraus und lotst uns zum Flugplatz des Luftsportvereins Sauerland.

Der Flugplatz hat mit meiner Vorstellung eines Flugplatzes wenig gemein. Es gibt wie auf allen Flugplätzen einen rot-weißen Windsack, aber keine Start- und Landebahn aus Asphalt, sondern lediglich eine Graspiste. Abseits dieser Piste befindet sich ein Schuppen – der Hangar. Nach der Begrüßung und kurzer Vorstellung öffnet unser Pilot das Hangartor. Stolz präsentiert sich dahinter unser Fluggerät, eine dreißig Jahre alte, blau-weiße, einmotorige Propellermaschine mit einem Sechszylinder Motor. Sie ist ausgestattet mit einer Seilwinde, um Segelflugzeuge in die Luft zu ziehen. Gemeinsam schieben wir das Flugzeug ins Freie. Nach der Einweisung durch Herrn Hennemann, steigen wir über die Tragflächen in die Kanzel. Hierbei ist besondere Vorsicht geboten, da die Tragflächen aus einer mit Papier verkleideten Holzkonstruktion bestehen. Deshalb dürfen nur die schwarz markierten Stellen betreten werden. Nachdem jeder seinen zugeteilten Platz eingenommen hat, Jan und ich sitzen hinten, startet Herr Hennemann den Motor. Langsam setzt sich die Maschine in Bewegung und rollt über das Gras auf das eine Ende der „Startbahn“ zu. Hier lässt der Pilot die Maschine erst einmal stehen und bringt den Motor auf Temperatur. Der „Sechszylinder“ erzeugt einen ohrenbetäubenden Lärm. Der entstehende Wind des Propellers strömt uns durch die noch offene Plexiglaskanzel ins Gesicht. Benzingeruch dringt in unsere Nasen. Ein bisschen fühlen wir uns jetzt wie Reinhard Mey es in seinem Lied „Über den Wolken“ beschreibt.

Pilot Torsten Hennemann schließt die Kanzel, gibt Gas und die Maschine schwenkt nach links auf die Start- und Landepiste. Nach kurzer Beschleunigung und etwas Ruckeln hebt der „Vogel“ ab. Wie auf einer Modelleisenbahnanlage sehen wir unter uns den kleinen Flugplatz mit der vorbeiführenden Bahnlinie. Trotz leichter Schleierwolken ist der Ausblick über das unter uns liegende Sauerland traumhaft schön. Sanfte Berge erheben sich, umgeben von Wäldern und vielen kleinen Seen.
Wir fliegen auf ca. 2250 Fuß, das entspricht ungefähr einer Flughöhe von 750 bis 800 m. Unsere „Reisegeschwindigkeit“ beträgt 180 km/h. Kurz nach dem Start umrunden wir das Werksgelände der Firma Spelsberg in Schalksmühle. Anschließend überfliegen wir  Lüdenscheid und weitere Regionen des Sauerlandes. Nach fast 60 Minuten sehen wir vor uns die Graspiste, auf der wir zuvor gestartet sind. Torsten Hennemann, der uns stets ein gutes Gefühl vermittelt, leitet die Landung ein. Zu unserer Überraschung setzt das kleine Flugzeug relativ sanft auf der Piste auf und wir kommen sicher zum Stehen.

Vor dem Hangar überreicht Herr Kehl, Jan Kellner ein kleines Geschenk. Einen Rucksack, gefüllt mit sauerländischen Spezialitäten und einen „Safebrella“, einen Sicherheitsschirm, allerdings handelt es sich hierbei nicht um einen Fallschirm, sondern um einen Regenschirm mit eingebauter Taschenlampenfunktion.

Nachdem wir uns von Torsten Hennemann verabschiedet haben, geht unsere Fahrt weiter nach Schalksmühle. Gut, dass dieser den Flug vorverlegt hat, denn es regnet in Strömen. In Schalksmühle angekommen, werden wir von der Geschäftsleitung, Herrn Holger Spelsberg, herzlich empfangen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen, erfahren wir von ihm Interessantes und Spannendes zur Firmengeschichte. Danach dürfen wir mit ihm die Labor- und Testräume besichtigen. Im Anschluss führt uns Herr Kehl durch die Produktionsstätten des Werkes.

Gegen 14:45 Uhr treten wir die Heimreise an. Wetter- und verkehrsbedingt kommen wir um 19:30 Uhr am P+R Parkplatz an der Autobahnausfahrt Bad Rappenau an, wo wir morgens unsere Fahrt begonnen haben.

Ich hoffe, dieser Tag wird für den Gewinner - Jan Kellner - genauso positiv und unvergesslich in Erinnerung bleiben, wie für Herrn Kehl und mich.

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Jan Kellner aus der Klasse E2EG1 hat in einem internen Wettbewerb der sauerländischen Firma Günther Spelsberg den ersten Preis geholt. Er überzeugte den Hersteller für Elektroinstallationssysteme aus Schalksmühle mit der gelungenen Verdrahtung einer Feuchtraumabzweigdose.

Der Vertriebsleiter der Firma, Markus Kehl, überreichte Jan Kellner die Auszeichnung  am 24. Juni  2016 in der Christian-Schmidt-Schule in Neckarsulm. Anwesend waren  der stellvertretende Schulleiter Martin Streeb und Jans ehemaliger Klassenlehrer Thomas Braun.

Jan Kellner stellte die Siegerarbeit im vergangenen Jahr im berufspraktischen Unterricht  im Rahmen der einjährigen Berufsfachschule Elektrotechnik her.

Mit dem Preis verbunden sind eine Werksbesichtigung in Schalksmühle sowie ein Rundflug über Dortmund und Lüdenscheid – inklusive Verpflegung. Begleitet wird Jan Kellner dabei von Markus Kehl und Thomas Braun.

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