Hans-Peter Rothfuß
(Ausbilder SPS)

Arbeitsumgebung

Sämtliche Automatisierungskurse finden in einem gut ausgestatteten Labor statt. Es sind 8 Laborplätze vorhanden, die im allgemeinen durch 2-er Arbeitsgruppen belegt werden, so dass ein sinnvolles Arbeiten im Team gewährleistet ist.

Kursumfang

Der Kurs SPS1 (AT1) und SPS2 (AT2) umfassen jeweils 100 Unterrichtstunden die in Absprache mit den Kursteilnehmern terminlich festgelegt werden. Die Termine sind bislang überwiegend abends von 18:00 bis 21:15 und zum Teil auch samstags von 8:00 bis 12:30.

Jeder Kurs endet mit einer Theorie- und Praxisprüfung. Die Prüfungsergebnisse erhalten die Teilnehmer bei bestandener Prüfung in Form eines Qualifizierungsnachweises inklusive den Lehrgangsinhalten. Falls die Prüfung nicht erfolgreich abgelegt wurde oder, falls ein Kursteilnehmer auf die Prüfung verzichtet, erhält dieser eine Teilnahmebescheinigung mit der Angabe der Lehrgangsinhalte. Der Kurs SPS1 und SPS2 decken unter anderem das Anforderungsprofil des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie ab, gehen aber in einigen Bereichen deutlich darüber hinaus. Zum Beispiel ist es ein erklärtes Ziel der Kurse, auch komplexere Steuerungsprobleme mittels SPS erfolgreich  lösen zu können.

Teilnahmevoraussetzungen

Der Kurs SPS1 (AT1) setzt eine technische Grundbildung voraus. Von Vorteil ist ein elektrotechnischer Beruf – jedoch haben auch Kursteilnehmer aus dem Metall- und dem IT-Bereich die Kurse schon sehr erfolgreich absolviert. Immer wieder sind Teilnehmer auch noch Azubis die sich für die Abschlussprüfung fit machen möchten.

Der Kurs SPS2 (AT2) setzt entweder die Teilnahme am Kurs SPS1 oder einen entsprechenden Kenntnisstand voraus, der in einem persönlichen Gespräch mit dem Dozenten abgeklärt sein muss.

Kursbeginn - Kursanmeldung

Der Kurs SPS1 (AT1) und SPS2 (AT2) können im Prinzip das ganze Jahr beginnen, wobei jedoch die Monate Juli bis Ende September im allgemeinen kursfrei sind. Ein Kurs beginnt immer dann, wenn mindestens 9 – 10  Teilnehmer an einem Kurs interessiert sind. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte das Anmeldeformular. Schicken Sie dieses bitte per

  • E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und zur Kenntnisnahme an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
  • Post an Christian-Schmidt-Schule, z. H. Frau Amon, Odenwaldstraße 5, 74172 Neckarsulm oder
  • Fax an 07132 / 9756 300

Zu einem möglichen Kursbeginn werden Sie rechtzeitig informiert und zu einer Terminfestlegung eingeladen.

Kurskosten

Der Kurs SPS1 (AT1) kosten inklusive Prüfungsgebühr je 700 EUR.

Der Kurs SPS2 (AT2) kosten inklusive Prüfungsgebühr je 780 EUR.

Kursinhalte

Lehrgangsinhalte  SPS 1 (AT1) (geringe Abweichungen sind möglich!)

  • Hardwareaufbau, Hardwarekonfiguration sowie Leistungsmerkmale der im Automati-sierungslabor vorhandenen Automatisierungssysteme S7-300 (CPU 315-2DP mit den ent-sprechenden Baugruppen).
  • Bit-, Byte-, Wort- und Doppelwortverarbeitung. Wichtige Zahlensysteme und elementare Datentypen bei SPS-Steuerungen.
  • Logische Verknüpfungen und ihre Programmierung in den verschiedenen Darstellungsarten von S7 (im Kontaktplan [KOP], Funktionsplan [FUP] und in Anweisungsliste [AWL] außer in SCL. Die Hochsprache SCL ist Bestandteil des SPS 2-Kurses). Absolute und symbolische Adressierung.
  • Speichernde Funktionen. Zeit-, Zähl-, Vergleichs- und Rechenfunktionen (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Rundung, Datentypwandlung, Fest- und Gleitpunktarithmetik). Zeit- und Zählerfunktionen mittels SFBs (IEC-Funktionen).
  • Umsetzung kontaktbehafteter Steuerungen in entsprechende SPS-Programme.
  • Bearbeitung fiktiver Kundenaufträge (Lastenheft => Pflichtenheft) und deren Lösung durch systematische Projektierung mit anschließender Programmierung und Inbetriebnahme.
  • Systematische Fehlersuche und Fehlerbeseitigung unter Verwendung des Diagnosepuffers, des B- und U-Stacks. Verwendung der Referenzdaten mit allen entsprechenden Funktionen. Einsatz der Testfunktion „Variable beobachten und steuern“ unter Verwendung der verschiedenen Triggerbedingungen. Vergleich mit einem Forceauftrag.
  • Bitweise Wort- und Doppelwortverknüpfungen sowie deren Anwendung bei byte-, wort- und doppelwortweiser Flankenauswertung.
  • Einsatz von Globaldatenbausteinen in SPS-Steuerungen. Vorteile der Komplett- gegenüber der Teiladressierung bei Datenbausteinen.
  • Einbindung von Elektropneumatik in reale Steuerungen.
  • Lineare Ablaufsteuerungen mit Hand- und Automatikbetrieb.
  • Objektorientierte Programmierung [Codebausteine mit Bausteinparameter => Funktionen (FCs) und Funktionsblöcke bzw. Funktionsbausteine (FBs)].
    Multiinstanz  bei FBs.
  • Programmdokumentation und Möglichkeiten der Datenhaltung.
  • Sicherheitsaspekte und VDE-Vorschriften beim Einsatz von SPS-Systemen.

Sämtliche Steuerungen werden real im Automatisierungslabor getestet .

Lehrgangsinhalte Aufbaukurs SPS 2 (AT2) (geringe Abweichungen sind möglich!)

  • Wiederholung Multiinstanz.
  • Analogverarbeitung, Skalierung und Deskalierung von Analogwerten => Umsetzung eines kundenorientierten Projektes an einer realen, analog geregelten Mischanlage.
  • Verschiedene Systemfunktionen (z.B. Betriebsstundenzähler) im Zusammenhang mit unter-schiedlichen, selbst projektierten Steuerungsproblemen.
    Einbindung veschiedener IEC-Funktionen in reale Programme.
  • Vertiefung der Vorgehensweise bei der Lösung von kundenspezifischen Steuerungsproblemen. Korrekte Umsetzung des Pflichtenheftes sowie die Lösung von zeitkritischen Aufträgen im Team (Schnittstellenabsprachen im Team).
  • Anwendung sämtlicher indirekten Adressierungsarten die S7 bietet (z. Bsp. Lager-Suchprogramm und ähnliches).
  • Entwicklung und Programmierung eines kundenspezifischen Logfiles zur Sicherung wichtiger prozessspezifischer Daten.
  • Hardware-Interrupt (Einsatz von Alarmbaugruppen), Erfassung zusammengesetzter Datentypen (64 Bit breit) und deren Auswertung mittels Systemfunktionen => Anwendung der indirekten Adressierung => Programmierung eines Diagnosebausteins.
  • Anlauf-OB, Weckalarm-OB, Diagnose-OB, Fehler OBs usw..
  • Drehzahlsteuerung eines realen Lüftermotors mittels Pulsweitenmodulation.
  • Direktzugriff auf Baugruppen über den Rückwandbus.
  • Aufbau, Wirkungs- und Arbeitsweise des ASI-Buses (AS-Interface), Leistungsmerkmale des Kommunikationsprozessors CP 342-2 sowie seine Betriebsmodi und Diagnosemöglichkeiten, Einbindung des ASI-Buses mit unterschiedlichen Slaves in ein konkretes Steuerungsproblem mit selbständiger Inbetriebnahme.
  • Aufbau eines MPI-Netzes und Datenaustausch zwischen 2 CPUs mittels Globaldaten-Kommunikation.
  • Merkmale und Applikationen des Feldbuses Profibus DP, Busprotokoll, Konfiguration eines Profibus DP-Netzes mit unterschiedlichen Slaves, Projektierung und Einbindung des Profibus DP in ein kundenorientiertes Projekt.
  • Kopplung einer Master-CPU mit einer Slave-CPU über den Profibus DP.
  • Grundlagen der SCL-Programmiersprache anhand einfacher Beispiele.
  • Know-How-Protect von Programmbausteinen.
  • Ventilansteuerung und Datensicherung mittels des Datentyps STRUCT.
  • Anwendungsbeispiel für eine Sprungleiste (Sprungverteiler).

Sämtliche Steuerungen werden real im Automatisierungslabor getestet.

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