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Christian-Schmidt-Schule
Odenwaldstraße 5
74172 Neckarsulm

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Schule im Wandel

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Wer hat sich nicht schon über die mangelhafte Qualität eines Produktes beschwert? Im besten Falle gibt man es zurück, erhält Ersatz oder – ärgerlicher – man sieht sich mit einer Vielzahl an Nachbesserungsversuchen konfrontiert. Deshalb ist es uns in der Regel wichtig, Produkte mit guter Qualität zu erhalten.

Qualität an der Schule muss noch wichtiger sein als Produktqualität. Warum? Nun, wer kann schon Jahre an schulischem Engagements – sei es als Schüler, Lehrer, Eltern oder Ausbilder – einfach umtauschen oder zurückgeben? Und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, bedeutet Nachbesserung Belastung von Schülern, Eltern, Betrieben und Lehrern. Ganz zu schweigen von der Enttäuschung, die der Betroffene erlebt, dass seine schulische Laufbahn nun Objekt einer „Nachbesserung“ ist.

Natürlich wurde im Schulsystem schon immer Wert auf Qualität gelegt, denn die obigen Punkte waren den Betroffenen durchaus bewusst. Das erste Problem war aber, dass Qualitätsmanagement von oben nach unten gedacht wurde. Egal in welche Richtung der Weg geht: Immer gehen Informationen verloren. Zum Einen wissen dann „die oben“ (z.B. in der Ministerialbürokratie) nicht, welche Probleme „die unten“ (die Lehrer an ihrer Schule) genau haben. Zum Anderen wissen „die unten“ nicht, was „die oben“ nun genau mit ihrer Maßnahme bezweckten. Das zweite Problem ist, dass zwar auch „unten“ Qualitätsmanagement stattfindet. Dieses geschah in aller Regel aber wenig systematisch.

Der Gedanke, dass Qualitätsentwicklung von unten kommen muss (bottom up), setzte sich in der Industrie schon vor längerer Zeit durch (z.B. das japanische Kaizen). Ebenso die Idee, dass Qualitätsmanagement systematisiert werden muss (z.B. DIN ISO 9000). In der Schweiz wurde diese Erkenntnisse im Rahmen von „Q2E“ ins Schulsystem übertragen. Studien zeigen heute, dass durch Q2E nicht nur die Qualität der Schulen, sondern vor allem auch die Zufriedenheit von Schülern und Lehrern zugenommen hat. Dies beflügelte die Entwicklung im baden-württembergischen beruflichen Schulsystem, die bereits in die 90iger begonnen hat und gipfelte in der OES – der operativ eigenständigen Schule. Wesentlicher Kern von OES ist ein schulisches Qualitätsmanagement, das regelmäßig intern und extern überprüft wird. Kerngedanke ist dabei, dass Qualität in Projekten stetig weiterentwickelt wird.

Am Ende eines Projektes werden die Ergebnisse überprüft und Handlungsentscheidungen gefällt oder Empfehlungen getroffen. Ein Projekt kann dann idealerweise in einen Prozess (d.h. einen regelmäßig wiederkehrenden festgelegten Ablauf) oder ein neues Projekt münden.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Qualitätsdokumentation. Was anfangs als fragwürdige Belastung erscheint, ist bei genauer Betrachtung ein wichtiges Mittel, Ressourcen zu schützen oder zu finden. Kollege A macht eine tolle Unterrichtseinheit, hat interessante Projekte und gutes Wissen über Fortbildungen und persönliche Weiterbildung erhalten. Im Extremfall weiß Kollege B im Klassenzimmer nebenan nichts davon. Im besten Falle ist der Kollege als kompetenter Ansprechpartner bekannt und am Tag, an dem er die Schuleverlässt, ist das Wissen verloren oder nur noch mühsam zu rekonstruieren. Qualitätsdokumentation ist ein bedeutsames Mittel, dieses Knowhow offen zu legen und Abfluss an Wissen zu begegnen.
Qualitätsmanagement liegt im Interesse aller am Schulleben Beteiligten. Verbesserungen im Unterricht erhöhen nachweislich die Zufriedenheit von Schülern und Lehrern. Eltern wollen, dass ihre Kinder mit ihrem schulischen Wissen und ihrem Abschluss im Alltag und der Arbeits- oder Hochschulwelt bestehen können. Betriebe wollen Mitarbeiter, die sowohl qualifiziert als auch in den wichtigsten Handlungskompetenzen firm sind.
Deswegen hoffe ich auf die Unterstützung aller am Schulleben Beteiligten, dass wir die Christian-Schmidt-Schule noch besser machen.